Sitzung: 16.10.2025 Schulausschuss des Amtes Peitz/Picnjo
Beschluss:
Herr Mattick erhält Rederecht.
Er stellt das Projekt „Bildungscampus Standort Jänschwalde“ mittels Präsentation vor. Wichtige zeitliche Eckdaten werden mitgeteilt. Zu dem Projekt wird auf die einzelnen Bauabschnitte näher eingegangen.
Am Standort Jänschwalde-Ost
ist die Errichtung eines Bildungscampus geplant, der eine Kapazitätserweiterung
der Kita „Lutki“ als Neubau sowie eine Schulerweiterung beinhaltet. Durch die
damit verbundene Verbesserung der Standortbedingungen werden
Unternehmensansiedlungen am Industrie- und Gewerbepark „Green Areal Lausitz“
(GRAL) unterstützt – die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf schafft
ein attraktiveres Umfeld und wirkt so dem demografischen Wandel entgegen. Für
den Projektteil „Neubau/Kapazitätserweiterung Kita ‚Lutki‘ Jänschwalde“ ist im
Juli 2025 die Förderwürdigkeit durch die Interministerielle Arbeitsgruppe
Lausitz (IMAG) bestätigt worden. Damit kann das Projekt bei der
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) zur Förderung eingereicht werden;
der Fördersatz aus den Finanzhilfen des Strukturstärkungsgesetzes wird
voraussichtlich 95% betragen. Derzeit wird die Antragstellung bei der ILB
vorangetrieben, um die Bewilligung der Fördermittel bis spätestens Mitte 2026
zu erreichen. Die Baufertigstellung und Inbetriebnahme der
Kapazitätserweiterung ist für 2029 geplant.
Weiter führt
Herr Mattick aus, dass im Nachgang der IMAG-Bestätigung zum Projekt
„Neubau/Kapazitätserweiterung Kita „Lutki“ Jänschwalde“ eine Planungsberatung
zum Gesamtprojekt „Bildungscampus Jänschwalde“ mit Kita- und Schulleitung
durchgeführt wurde. Ziel war es, Hinweise der Praktiker vor Ort aufzunehmen und
in die weitere Planung einfließen zu lassen. Infolgedessen soll das
WITAJ-Gebäude nicht für die Nutzung durch die Kita ertüchtigt werden –
stattdessen werden dort Klassenräume für die Schule entstehen.
Die für die
Kita geplanten Räume (Kreativraum/Werkstatt/Forschungslabor und Digitaler
Fachraum) sollen in einer Erweiterung im Südflügel des Kita-Neubaus
untergebracht werden.
Die Notwendigkeit
ergibt sich sowohl aus der Verpflichtung zur Ganztagsschule ab 2026/27 als auch
aus praktischen Hinweisen der Kitaleitung (Wahrung des räumlichen Zusammenhangs
führt zu besseren Abläufen).
Trotz der
beschriebenen Änderung werden Inhalte, Zwecke, Zeiten und Ausgabenhöhe des
Förderprojekts Neubau/Kapazitätserweiterung Kita "Lutki" Jänschwalde
unverändert erreicht.“
Bereits im laufenden Schuljahr
2025/2026 werden 210 Schülerinnen und Schüler an der Krabat-Grundschule
beschult, die sich auf elf Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 verteilen. Im
vorhandenen Schulgebäude inklusive Schulcontainer stehen dafür elf Klassenräume
zur Verfügung. Die Realisierung des Schul-Erweiterungsbaus (große Lösung –
Neubau) ist wesentlich von einer gesicherten Finanzierung abhängig – allein aus
Eigenmitteln ist dies nicht zu leisten. Im Gegensatz zur Kapazitätserweiterung
der Kita „Lutki“ kann die Schulerweiterung auf Grund der Förderbedingungen
nicht aus den Finanzhilfen des Strukturstärkungsgesetzes gefördert werden. Ein
aktives Förderprogramm für Schulneubau gibt es derzeit nicht.
Vor diesem Hintergrund kann Herr
Mattick derzeit noch keinen konkreten Zeitplan für den Bau der Schulerweiterung
mitteilen. Die Ertüchtigung des Witaj-Gebäudes zu zwei ganzjährig nutzbaren Klassenräumen
hingegen ist aus Haushaltsmitteln leistbar. Die Schulcontainer werden so lange
wie nötig als Übergangslösung zum Unterrichten genutzt.
Im nächsten Schritt wird das
Gesamtprojekt im Amtsausschuss vorgestellt und ein Grundsatzbeschluss über die
Ertüchtigung des Witaj-Gebäudes zu zwei ganzjährig nutzbaren Klassenräumen
angestrebt.
Die Mitglieder nehmen die Ausführungen zur Kenntnis.
Im Anschluss wird auf einige Fragen näher eingegangen. Unter anderem wird gefragt, was mit den Containern passiert, wenn der Schul- und Kitaerweiterung abgeschlossen sei. Nach jetzigem Kenntnisstand werden diese dann zurückgebaut. Sollte sich ein Kauf kostengünstiger darstellen, dann gebe es die Option, diese eventuell in die Erweiterung zu etablieren, so Frau Appelt.
Frau Pyrczek bittet nochmals zu prüfen, ob die Bibliothek durch die Schule genutzt werden kann. Diese wird zurzeit durch die fehlende Stellenbesetzung nicht genutzt. Da das Angebot der Schule im Schulalltag sehr fehlt, wäre es wichtig, dass die Räumlichkeiten im HdG ein- zwei Mal in der Woche durch Klassen besucht werden könnten. Die Verwaltung wird sich nochmals mit dem Träger in Verbindung setzen und die Anfrage weitergeben.
Gleichzeitig kann Frau Woito mitteilen, dass eine erneute Ausschreibung für eine Stellenbesetzung durch den Träger erfolgt sei, es aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine potentiellen Bewerber gäbe. Die Volkssolidarität hält aber weiterhin am Sozialstandort fest und möchte das Angebot zukünftig wieder etablieren.
Es gibt keine weiteren Wortmeldungen.
Abstimmungsergebnis:
Gesetzliche Anzahl der Mitglieder des beschließenden Gremiums: ……….
Davon anwesend ……
Abstimmung ……… JA- Stimmen …….. NEIN-Stimmen …… Enthaltungen
